Traditionelle Heilkunst, wiederentdeckt in der modernen Humanmedizin – ergänzend eingesetzt bei ausgewählten Beschwerdebildern.
Termin anfragenDie Blutegeltherapie ist ein traditionelles Heilverfahren, das in der modernen Humanmedizin wiederentdeckt wurde. Besonders in der Transplantationsmedizin wird sie im klinischen Setting erfolgreich eingesetzt, um venöse Stauungen zu reduzieren und den Erhalt des Transplantats zu unterstützen.
Ihre Wirkung beruht nicht nur auf der mechanischen Entlastung, sondern vor allem auf einer einzigartigen Kombination bioaktiver Substanzen, die der Blutegel während des Saugvorgangs abgibt: Hirudin, Calin, Hyaluronidase sowie gefäßerweiternde und entzündungshemmende Stoffe – durchblutungsfördernd, gerinnungshemmend und schmerzlindernd.
In meiner Praxis setze ich die Blutegeltherapie begleitend zur ärztlichen Basis-Behandlung ein – insbesondere bei Schmerzen, lokalen Stauungen und entzündlichen Prozessen.
Für eine natürliche, ergänzende Unterstützung bei Schmerzen und Entzündungen.
Die Blutegeltherapie gehört in die Hände erfahrener Therapeut:innen. Neben meinem Staatsexamen in Laboratoriumsmedizin und einer Ausbildung zur Blutegeltherapeutin in der Humanmedizin bei der Biebertaler Blutegelzucht (bbeZ) sowie regelmäßigen indikationsbezogenen Aufbau-Schulungen verfüge ich inzwischen über mehr als 10 Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit den Tieren.
Ich verwende ausschließlich medizinische Blutegel aus einer speziell zugelassenen deutschen Blutegelzuchtfarm (bbeZ), die als Fertigarzneimittel ein Höchstmaß an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit liefern. Die Zucht unterliegt strengsten Kontrollen des deutschen Arzneimittelgesetzes.
Zzgl. steriles und unsteriles Verbandsmaterial an 2 Behandlungstagen. Während der eigentlichen Therapiesitzung werden Sie immer persönlich betreut.
Ausführliche Anamnese, Indikationsstellung und Abklärung einiger Laborwerte (kleines Blutbild/Blutgerinnung), Untersuchung und ausführliche Aufklärung.
Das Erstgespräch ist auch online möglich.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige Anblick des saugenden Egels oder eventuelle Berührungsängste oft bereits während der ersten Anwendung verschwinden. Der Egel kriecht während des Saugaktes nicht über den Körper und fällt, wenn er seine Mahlzeit beendet hat, von allein ab.
Der Saugvorgang darf nicht vorzeitig unterbrochen werden, da dies zu Infektionen führen kann. Nach Beendigung blutet die Bissstelle für einige Stunden nach – dies ist wichtiger Teil der Therapie (“Aderlass-Effekt”) und darf nicht durch einen Druckverband gestoppt werden.
Kontrolle der Bissstellen und Verbandswechsel. Es wird empfohlen, sich nach einer Blutegeltherapie zu schonen und die behandelte Extremität in den nächsten 2 Tagen immer wieder hoch zu lagern.
Bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates werden Blutegel ergänzend eingesetzt. Die Behandlung bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose), Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) und Tennisellenbogen (Epicondylitis) ist besonders intensiv untersucht und gehört inzwischen zur evidenzbasierten Medizin.
Bei Hämatomen können Blutegel unterstützend eingesetzt werden. Auch tiefer gelegene und abgekapselte Blutergüsse können dabei positiv beeinflusst werden.
Traditionell sind Venenerkrankungen eine Domäne der Blutegelbehandlung. Die Blutegel können die Krankheit nicht heilen, aber das venöse System entlasten, entstauen und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern.
Bei lokalen Infektionen der Haut können Blutegel ergänzend und gut verträglich eingesetzt werden.
Erste klinische Erfahrungen zeigen, dass ein früher Behandlungsbeginn den Verlauf günstig beeinflussen kann.
Es liegen Erfahrungsberichte über den Einsatz der Blutegeltherapie bei Beschwerden wie Tinnitus, Hörsturz oder Schwindel vor.