Medizinische Blutegeltherapie Tinnefeld Konzept München
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Leistung 05

Medizinische
Blutegeltherapie

Traditionelle Heilkunst, wiederentdeckt in der modernen Humanmedizin – ergänzend eingesetzt bei ausgewählten Beschwerdebildern.

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Wirkweise & Anwendung

Altbewährt, zunehmend erforscht

Die Blutegeltherapie ist ein traditionelles Heilverfahren, das in der modernen Humanmedizin wiederentdeckt wurde. Besonders in der Transplantationsmedizin wird sie im klinischen Setting erfolgreich eingesetzt, um venöse Stauungen zu reduzieren und den Erhalt des Transplantats zu unterstützen.

Ihre Wirkung beruht nicht nur auf der mechanischen Entlastung, sondern vor allem auf einer einzigartigen Kombination bioaktiver Substanzen, die der Blutegel während des Saugvorgangs abgibt: Hirudin, Calin, Hyaluronidase sowie gefäßerweiternde und entzündungshemmende Stoffe – durchblutungsfördernd, gerinnungshemmend und schmerzlindernd.

In meiner Praxis setze ich die Blutegeltherapie begleitend zur ärztlichen Basis-Behandlung ein – insbesondere bei Schmerzen, lokalen Stauungen und entzündlichen Prozessen.

Für eine natürliche, ergänzende Unterstützung bei Schmerzen und Entzündungen.

Meine Qualifikation

Die Blutegeltherapie gehört in die Hände erfahrener Therapeut:innen. Neben meinem Staatsexamen in Laboratoriumsmedizin und einer Ausbildung zur Blutegeltherapeutin in der Humanmedizin bei der Biebertaler Blutegelzucht (bbeZ) sowie regelmäßigen indikationsbezogenen Aufbau-Schulungen verfüge ich inzwischen über mehr als 10 Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit den Tieren.

Ich verwende ausschließlich medizinische Blutegel aus einer speziell zugelassenen deutschen Blutegelzuchtfarm (bbeZ), die als Fertigarzneimittel ein Höchstmaß an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit liefern. Die Zucht unterliegt strengsten Kontrollen des deutschen Arzneimittelgesetzes.

Typische Anwendungsgebiete

  • Arthrose (Knie, Daumen, Schulter)
  • Tennis- & Golfer-Ellenbogen
  • Sehnenreizungen & Schleimbeutelentzündungen
  • Hämatome & posttraumatische Schwellungen
  • Rückenschmerzen (z. B. nach Bandscheibenvorfall)
  • Chronisch venöse Insuffizienz
  • Herpes-Zoster-Neuralgien
  • Tinnitus, Hörsturz

Kontraindikationen

  • Schwere internistische Erkrankungen
  • Immunsuppressive Therapien
  • Blutgerinnungsstörungen (Bluter)
  • Gerinnungshemmende Therapie (Marcumar, ASS)

Kosten

Abrechnung im 10-Minuten-Takt29,00 €
Verbrauchsmaterial (pro Tier)ca. 10,00 €

Zzgl. steriles und unsteriles Verbandsmaterial an 2 Behandlungstagen. Während der eigentlichen Therapiesitzung werden Sie immer persönlich betreut.

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Behandlungsablauf

In drei Schritten zur
Therapie

  1. 1

    Vorgespräch & Indikationsstellung

    Ausführliche Anamnese, Indikationsstellung und Abklärung einiger Laborwerte (kleines Blutbild/Blutgerinnung), Untersuchung und ausführliche Aufklärung.

    Das Erstgespräch ist auch online möglich.

    20–30 Minuten
  2. 2

    Blutegeltherapie

    Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige Anblick des saugenden Egels oder eventuelle Berührungsängste oft bereits während der ersten Anwendung verschwinden. Der Egel kriecht während des Saugaktes nicht über den Körper und fällt, wenn er seine Mahlzeit beendet hat, von allein ab.

    Der Saugvorgang darf nicht vorzeitig unterbrochen werden, da dies zu Infektionen führen kann. Nach Beendigung blutet die Bissstelle für einige Stunden nach – dies ist wichtiger Teil der Therapie (“Aderlass-Effekt”) und darf nicht durch einen Druckverband gestoppt werden.

    50 Minuten bis 2 Stunden
  3. 3

    Nachsorge & Verbandswechsel

    Kontrolle der Bissstellen und Verbandswechsel. Es wird empfohlen, sich nach einer Blutegeltherapie zu schonen und die behandelte Extremität in den nächsten 2 Tagen immer wieder hoch zu lagern.

    ca. 20–30 Minuten
Indikationen im Detail

Bei welchen Krankheitsbildern
kann die Therapie helfen?

Orthopädie & Rheumatologie

+
Evidence based medicine

Bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates werden Blutegel ergänzend eingesetzt. Die Behandlung bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose), Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) und Tennisellenbogen (Epicondylitis) ist besonders intensiv untersucht und gehört inzwischen zur evidenzbasierten Medizin.

  • Akute oder chronische Gelenkschmerzen und Arthrose
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
  • Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndrome
  • Gicht und chronische Arthritis

Traumatologie & Sportmedizin

+
Schnelle Hilfe

Bei Hämatomen können Blutegel unterstützend eingesetzt werden. Auch tiefer gelegene und abgekapselte Blutergüsse können dabei positiv beeinflusst werden.

  • Akute Sportverletzungen wie Verstauchungen oder Zerrungen
  • Hämatome
  • Postoperative Komplikationen

Phlebologie (Venenerkrankungen)

+
Traditionelle Domäne

Traditionell sind Venenerkrankungen eine Domäne der Blutegelbehandlung. Die Blutegel können die Krankheit nicht heilen, aber das venöse System entlasten, entstauen und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern.

  • Chronisch venöse Insuffizienz (CVI – Stadium I–III)
  • Krampfadern, Besenreiser, Unterschenkelgeschwüre

Dermatologie

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Lokale Infektionen

Bei lokalen Infektionen der Haut können Blutegel ergänzend und gut verträglich eingesetzt werden.

  • Tierbisse nach antibiotischer Erstversorgung
  • Akute infektiöse Hauterkrankungen wie Furunkel, Karbunkel, Abszesse

Neurologie

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Nervenschmerzen

Erste klinische Erfahrungen zeigen, dass ein früher Behandlungsbeginn den Verlauf günstig beeinflussen kann.

  • Begleitend bei Herpes-Zoster-Neuralgien (Post-Zosterneuralgie)

Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen

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HNO

Es liegen Erfahrungsberichte über den Einsatz der Blutegeltherapie bei Beschwerden wie Tinnitus, Hörsturz oder Schwindel vor.

  • Mittelohrentzündung
  • Hörsturz, Tinnitus, Morbus Menière, Lagerungsschwindel
Weitere Themen
Infusions- & NEM-Therapie Laboranalytik & Gesundheitscoaching

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