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„Vampirlifting ist die perfekte Alternative zu Botox.“

Ich heiße Kathrin Tinnefeld und arbeitete in einer eigener Praxis im Zentrum von München. Dort biete ich schwerpunkmäßig Faltenbehandlungen mit Blutplasma und Hyaluronsäure an. In diesem Interview spreche ich über meine Ausbildung, über Anti-Aging Behandlungen im Allgemeinen, über das Tabuthema Schönheitsbehandlungen und warum ich kein Fan von Botox bin.

Kathrin, Du bist Medizinisch-Technische Assistentin (MTA), d.h. Du hast viel mit Blut zu tun?

Das stimmt, die MTA´s sind in der Klinik für einen Teil der Diagnostik zuständig. Also in meinem Fall für die Labordiagnostik. Ich bin viele Jahre in der mikro-biologischen Diagnostik tätig, ich untersuche zum Beispiel, ob Menschen eine Virusinfektion haben.

Wie bist Du darauf gekommen?

Schon als Kind wollte ich etwas mit Medizin machen. Meine Mutter war Kinderkrankenschwester im Schichtdienst und hat es mit viel Energie geschafft, mir meinen Wunsch auszureden. Aber eben nur für ein paar Jahre. Nach einer Ausbildung als Schauwerbegestakterin, bin ich dann doch mit 27 Jahren MTA geworden. Seitdem bin ich der Medizin treu geblieben und habe zahlreiche Fortbildungen gemacht.

Du hast außerdem eine Ausbildung als Heilpraktikerin abgeschlossen. Warum?

Vor etwa zwei Jahren habe ich meine Amtsarztprüfung gemacht. Aber ich bin keine Heilpraktikerin, wie man sie sich so vorstellt. Für mich ist der Heilpraktiker eine Möglichkeit, meinen Traum von einer eigenen Praxis in München zu erfüllen. Da ich sonst, außerhalb der Klinik nicht eigenständig therapeutisch tätig sein darf.

Wie verbindest Du die (kühle) Labordiagnostik mit der alternativen Medizin?

(lacht) Labordiagnostik ist nicht so kühl…, sie ist wissenschaftlich, sachlich, rational und genau. Das ist auch meine Arbeitsweise. Ich biete in meiner Praxis Behandlungen an, die unsere Schulmedizin ergänzen, aber ich biete keine Alternativmedizin an. Ich verbinde die Schulmedizin mit Methoden aus der Komplementärmedizin, um Therapien aus der Klinik zu begleiten und dafür zu sorgen, dass es den Menschen gut geht.

Welche Behandlungen bietest Du an und warum?

Ich biete nur Behandlungen an, von deren Wirksamkeit ich überzeugt bin, also evidenzgestützte Verfahren. Mein großes Steckenpferd ist das natürliche Anti-Aging.

Mein Praxis-Konzept heißt Prävention und integrative Medizin. Etwas für sich zu tun, lange gut auszusehen, das Hautbild schön halten, das Gesicht zu pflegen – diese Dinge gehören für mich zur Prävention. Daher biete ich auch Schönheitsbehandlungen an.

… Und die haben ja zum Teil auch mit Blut zu tun.

Ja. Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal von Vampirlifting bzw. Plasmalifting erfahren habe, habe ich gewusst: Das ist meine Methode. Zum einem, weil ich in der Klinik viel mit Blut zu tun habe, aber auch, weil ich mit der technischen Umsetzung ganz authentisch sein kann.

Schönheitsmedizin ist ein Tabuthema. Warum ist das so?

Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass man über Schönheitsbehandlungen nicht offen spricht. In Deutschland wird Schönheitsmedizin mit dicken aufgeblasenen Lippen, oder mit einem unnatürlichen Aussehen gleichgesetzt. Es herrscht immer noch die Meinung, dass man natürlich altern und zu seinem Alter stehen muss.

Ich habe KundINNEN aus Osteuropa oder Südamerika, die gehen ganz offen mit Anti-Aging um. Für die ist das normal, dass man etwas für seine Schönheit tut, dass man Hyaluronsäure oder Botox spritzt.

Auweia, Botox hat keinen guten Ruf.

Genau, deshalb biete ich auch natürliche Schönheitsbehandlungen an. Ich verwende kein Botox. Botox ist ein Nervengift, auch wenn es seit Jahrzehnten in der Schulmedizin eingesetzt wird und gut erforscht ist. Aber kein Mensch weiß, was das Botox in 30, 40 Jahren mit uns macht.

Daher ist das Plasma- bzw. Vampirlifting die perfekte Alternative zu Botox.

Das heißt, Plasmalifting ist ideal, um Anti-Aging einfach mal auszuprobieren?

Ja. Plasmalifting ist perfekt für die, die ein bisschen nachhelfen möchten. Man spritzt kein Gift wie Botox, keine Fremdstoffe, sondern die Behandlung ist zu 100% natürlich.

Ich spüre eine positive Entwicklung in der Gesellschaft. Vor allem hier in großen Städten wie München ist die Bereitschaft, eine Schönheitsbehandlung auszuprobieren, mit der Markteinführung von Vampirlifting gestiegen.

Mesotherapie, Injektion, Vampirlifting – Das hört sich nach Nadeln an. Sind denn diese Methoden schmerzfrei?

Nein, ich muss ganz ehrlich sagen: Diese Behandlungen sind nicht schmerzfrei. Es pikst ein bisschen. Ich bemühe mich, die Behandlung so schmerzfrei, wie möglich zu machen. Auch verwende ich sehr kleine, ganz dünne Nadeln. Und vor der Behandlung trage ich eine Anästhesiecreme auf. Die wirkt sehr gut und mindert die Schmerzen. Meine KundINNEN kommen alle wieder… (lacht) und weinen auch nicht.

Schönheitsbehandlungen werden oft zum Niedrigpreis angeboten. Geht das?

Das ist eine gute Frage. Eigentlich nicht. Denn gute Produkte, wie z.B. reine Hyaluronsäure haben einen hohen Einkaufspreis. Inwieweit die Qualität bei niedrigpreisigen Produkten nachlässt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe aber schon mal gehört, dass es bei Billig-Produkten zu Knötchen in der Haut kommen kann…

Der Markt boomt. Du bist nicht die einzige, die Anti-Aging in München anbietet. Worauf sollten KundINNEN achten, wenn sie sich für eine Behandlung interessieren?

Wenn möglich auf die Qualifikation des Anbieters. Die Therapeuten sollten über eine fundierte Ausbildung verfügen. Ich zum Beispiel, bin aus meiner Labortätigkeit gewohnt steril zu arbeiten. Auch bekomme ich immer wieder positives Feedback zu meiner Beratung. Naja, und auch der Umgang mit Nadeln will gelernt sein…

 

Interview: Aline Sommer