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Blutegeltherapie in München

Tinnefeld-Konzept / Integrative Medizin München / Blutegeltherapie in München
Die Blutegeltherapie ist eine außergewöhnliche und großartige Methode, die bei vielen medizinischen Indikationen eingesetzt werden kann: Zum einen aufgrund der lokalen durchblutungsfördernden Wirkung als auch aufgrund der zahlreichen förderlichen Substanzen, die während des Saugvorgangs vom Egel abgegeben werden. Diese wirken entzündungshemmend, gefäßerweiternd und schmerzstillend – und selbst bei chronifizierten Leiden sind die Erfolgsaussichten sehr gut.

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Durch den Einsatz in der Wiederherstellungschirurgie erlebt die Blutegeltherapie in der modernen Naturheilkunde seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine internationale Renaissance – und ist ein inzwischen wissenschaftlich sehr gut untersuchter integrativer Ansatz, dessen Wirksamkeit durch zahlreiche Studien belegt ist.

Sie erfreut sich derzeit immer größer werdender Beliebtheit!

Herr Prof. Dr. med. Gustav Dobos, Direktor der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte publizierte 2009 unter dem Titel Die Blutegel sind zurückgekommen in der ÄrzteZeitung:  „wenn sonst nichts hilft, helfen oft Blutegel …“

Bei welchen Krankheitsbildern ist eine Blutegeltherapie sinnvoll?

Bei der Blutegeltherapie kommt zum einen eine lokale symptomatische Behandlung, welche am häufigsten von Patienten gewünscht wird, in Frage.

Daneben gibt es jedoch einige Indikationen, die systemisch behandelt werden sollten, um durchgreifende Heilerfolge zu erreichen. Im Unterschied zu lokalen symptomatischen Behandlungen mit bis zu 10 Egeln und wenigen Therapiesitzungen werden chronische, oft bisher erfolglos behandelte Krankheitsbilder mit weniger Egeln je Sitzung und häufiger in Zyklen behandelt.

Allgemein kann man sagen, dass bei vielen Indikationen, bei denen Durchblutungsstörungen und/oder Entzündungen bestehen, sich Blutegel erfolgreich einsetzen lassen.

Moderne Blutegel-Therapie in München

Indikationen für die Blutegeltherapie

Orthopädie und Rheumatologie

akute oder chronische Gelenkschmerzen, z.B. Kniegelenks-, Daumensattelgelenksarthrose

Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen (z.B. Tennisellenbogen, Golfarm)

Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndrome

Gicht und chronische Arthritis

Fibromyalgie

Bei allen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sind die Blutegel ein Segen. Die Blutegelbehandlung bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose), Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) und Tennisellenbogen (Epicondylitis) ist besonders intensiv untersucht worden und gehört inzwischen zur „evidence based medicine“. Im Vordergrund der Heilungseffekte stehen Ödem- und Schmerzreduktion sowie Entzündungshemmung.

Traumatologie

akute Sportverletzungen wie Verstauchungen oder Zerrungen

Hämatome

postoperative Komplikationen wie Durchblutungsstörungen nach Haut- und Gewebetransplantationen

Bisher werden die Blutegel vor allem in der Wiederherstellungs- und plastischen Chirurgie erfolgreich in spezialisierten Kliniken eingesetzt. Bei Hämatomen jeder Art können die Blutegel ihre therapeutischen Fähigkeiten eindrucksvoll zeigen. Selbst tiefer gelegene und abgekapselte Blutergüsse werden aufgelöst. Kein anderes Behandlungsverfahren außer der Hirudotherapie führt dazu, dass in ca. einer Woche selbst größere Hämatome beseitigt werden können. In der Sportmedizin kommen deshalb die Blutegel wegen der äußerst schnellen Hilfe immer öfter zum Einsatz.

Phlebologie

chronisch venöse Insuffizienz (CVI – Stadium I-III)

Krampfadern, Besenreiser, Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris)

Traditionell sind Venenerkrankungen eine Domäne der Blutegelbehandlung und die häufigste Indikation in der Praxis. Die Blutegel können die Krankheit nicht heilen, aber das venöse System entlasten, entstauen und die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Damit hilft die Blutegeltherapie, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten, Schmerzen und Ödeme zu reduzieren und Komplikationen zu vermeiden.  Es  steht jedoch bei der Behandlung NICHT die ästhetische Wirkung im Vordergrund! Oft kann durch regelmäßige Blutegelanwendungen eine Operation hinausgezögert oder vermieden werden. Günstig ist es auch, nach einer Venenoperation Blutegel anzusetzen, um die Rezidivbildung zu verhindern. Die chronisch venöse Insuffizienz ist eine Systemerkrankung, daher sollte sich die Behandlung nicht auf lokale Beschwerden konzentrieren und umfasst mindestens 6 Sitzungen.

Kardiologie

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie – unterstützende Behandlung)

koronare Herzkrankheit/Angina pectoris

Zustand nach Herzinfarkt

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann die Hirudutherapie die medikamentöse Behandlung ergänzen. Das Ziel besteht vor allem darin, den blutdrucksenkenden Einfluss der Egel zu nutzen und die Durchlässigkeit der Gewebe für das Anfluten der verordneten Arzneimittel zu erhöhen. Die systemische Blutegelbehandlung führt zu einer verbesserten Durchblutung mit Erhöhung der Fließfähigkeit des Blutes.

Herz-Kreislauf-Patienten werden meist mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) behandelt. Allerdings belegen neuere Untersuchungen, dass ca. 25% der Patienten eine partielle oder totale Aspirinresistenz haben. Diesen Patienten hilft die Blutegeltherapie besonders gut, da der Blutegelspeichel einen Cocktail biologisch aktiver Substanzen enthält, die die Thrombozytenaggregation und die plasmatische Gerinnung hemmen.

Dermatologie

Tierbisse nach antibiotischer und ggf. chirurgischer Erstversorgung

akute infektiöse Hauterkrankungen wie Furunkel, Karbunkel, Abszesse

Bei allen lokalen Infektionen der Haut sind Blutegel besonders hilfreich, denn sie wirken schneller und besser als jede andere Methode. So kann man nicht selten eine Operation vermeiden.

Neurologie

begleitend bei Herpes-Zoster-Neuralgien (Post-Zosterneuralgie)

Die Blutegelbehandlung bei Herpes zoster ist sehr effektiv. Hierbei werden jedoch nicht die Viruserkrankung selbst, sondern die damit verbundenen Nervenschmerzen behandelt. Je früher die Therapie beginnt, umso zuverlässiger und schneller lassen die Schmerzen nach. Ein rechtzeitiges Setzen der Blutegel kann die Entwicklung einer Post-Zoster-Neuralgie meist abwenden. Selbst bei schon ausgebildeter Post-Zoster-Neuralgie lohnt sich ein Behandlungsversuch.

Hämatologie

Eisenspeichererkrankung (Hämochromatose )

Polyglobulie/Polycythemia vera

Bei den Krankheitsbildern kommt es zur krankhaften Erhöhung der Ferritinwerte (Hämochromatose) bzw. zur pathologischen Vermehrung der roten Blutkörperchen (Polyglobulie) oder auch weiterer anderer Blutzellen (Polycythemia vera). Unbehandelt können erhöhte Ferritinwerte lebensbedrohliche Organschäden verursachen, während durch eine enorme Erhöhung der Zellzahl im Blut die Viskosität des Blutes zunimmt. Die Folge können Thrombosen, Schlaganfälle oder Herzinfarkte sein.  Patienten mit oben beschriebenen Erkrankungen werden zur Blutentziehung normalerweise zur Ader gelassen. Nicht immer, z.B. bei feinen, wenig sichtbaren Venen, sind jedoch Aderlässe möglich. In diesen Fällen ist die Blutegeltherapie eine Alternative. Auch bei Patienten, die den Aderlass gut vertragen, kann man zwischen den Aderlässen Blutegelbehandlungen durchführen und dadurch die Abstände zwischen zwei Behandlungen erhöhen. Die Blutegeltherapie hat im Vergleich zu den Aderlässen außerdem den Vorteil, dass der Blutegelspeichel Stoffe zur Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes enthält.

Gynäkologie

Prämenstruelles Syndrom (PMS), Dysmenorrhoe

Wechseljahresbeschwerden

Man weiß bisher nicht, in welcher Weise die Blutegel auf den Hormonhaushalt wirken. Die Praxis zeigt aber, dass die Blutegelbehandlung bei PMS und in den Wechseljahren ein Segen ist.  Die Behandlungsstrategie richtet sich nach den Beschwerden und entspricht dem Schema des systemischen Behandlungsprogramms, d.h. es sind mehrere Sitzungen und Wiederholungen sinnvoll.

Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen

Mittelohrentzündung

Hörsturz, Tinnitus, Morbus Meniére, Lagerungsschwindel

Inzwischen liegen jahrelange Erfahrungen über die Wirksamkeit der Blutegeltherapie bei Krankheitsbildern wie Tinnitus, Hörsturz oder Schwindel vor, wobei der Behandlungsansatz bei HNO-Ärzten leider noch relativ unbekannt ist. Eine wissenschaftliche Untersuchung von Seleznev aus der Ukraine von 1992 bestätigt bei der Behandlung von Erkrankungen des Ohres mit medizinischen Blutegeln weitaus bessere und länger anhaltende Resultate als bei der konventionellen Behandlung.

Wirkung und Ablauf der Blutegeltherapie

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Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes „ausleitendes Verfahren“, welches über einen sanften Aderlass zur Verbesserung  der Mikrozirkulation (Durchblutung), zur Optimierung der Nährstoffversorgung, zur Ausleitung, Abschwellung und Entzündungshemmung führt.

Bei einem akuten Erkrankungsgeschehen kann bereits nach einer oder zwei Behandlungen eine deutliche Beschwerdebesserung erzielt werden, wobei je nach Krankheitsbild nicht immer Heilung möglich ist (eine zerstörte Knorpel- oder Knochensubstanz kann auch der beste Blutegel nicht wieder aufbauen). Vielmehr geht es dann um sanfte, nebenwirkungsarme Schmerzreduktion und damit um eine subjektiv empfundene Verbesserung der Symptomatik. Oft können jedoch Selbstheilungsprozesse des Körpers aktiviert werden – Hilfe zur Selbsthilfe des Organismus, sodass durchaus Patienten noch jahrelang nach nur ein bis zwei Blutegelbehandlung beschwerdefrei sind. Dies rechtfertigt den Einsatz medizinischer Blutegel als ernstzunehmende Therapieoption.

Vor der Behandlung erfolgt immer ein Vorgespräch mit Abklärung einiger Laborwerte, eine Untersuchung und ausführliche Aufklärung. Erst in einer weiteren Sitzung kommen die Blutegel zum Einsatz.

Ich verwende in der Therapie ausschließliche medizinische Blutegel, die in einer speziell zugelassenen deutschen Blutegelzuchtfarm gezüchtet werden und als Fertigarzneimittel ein Höchstmaß an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit liefern. Die Zucht der Blutegel unterliegt strengsten Kontrollen des deutschen Arzneimittelgesetzes. Je nach Indikation werden die Tiere ein- oder mehrmals über dem betroffenen Körperteil  oder an Akupunkturpunkten aufgesetzt. Der Biss ähnelt einem Mückenstich oder dem Brennen einer Brennnessel, welches nach einigen Minuten nachlässt. Der Egel gibt über 100 verschiedene wirksame, entzündungs- und gerinnungshemmende, gefäßerweiternde, schmerzstillende oder lymphstrombeschleunigende Substanzen (am bekanntesten ist das Hirudin – welches auch als Wirkstoff in verschiedenen Salben zu finden ist) ab.

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige Anblick des saugenden Egels, eventuelle Berührungsängste oder sogar Ekel vor dem Tier oft bereits während der ersten Anwendung verschwinden. Der Egel kriecht während des Saugaktes nicht über den Körper und fällt, wenn er seine Mahlzeit beendet hat, von allein ab. Dieser Prozess kann ca. 20 Minuten, selten jedoch auch bis zu 2 Stunden dauern, während sich der Patient entspannt. Der Saugvorgang darf nicht vorzeitig unterbrochen werden, da dies zu Infektionen führen kann. Nach Beendigung des Saugvorganges blutet die Bissstelle für einige Stunden nach! Dies ist wichtiger Teil der Ausleitungstherapie („Aderlass“) und darf nicht durch einen Druckverband gestoppt werden. Am nächsten Tag sollten eine Kontrolle der Bissstellen und ein Verbandswechsel erfolgen. Es wird empfohlen, dass sich der Patient nach einer Blutegeltherapie schont und die behandelte Extremität in den nächsten 2 Tagen immer wieder hoch lagert.

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Kontraindikationen – wann darf die Blutegeltherapie nicht angewendet werden?

Die Blutegeltherapie kommt leider nicht für jeden Patienten in Frage:

Für Patienten mit schweren internistischen Erkrankungen oder unter immunsuppressiver Therapie ist die Blutegelbehandlung nicht geeignet.  Im Einzelfall erfolgt Rücksprache mit dem behandelnden Hausarzt. Bei Patienten mit einer Blutgerinnungsstörung (Bluter) oder unter gerinnungshemmender Therapie (Marcumar, ASS) können die Egel ebenfalls nicht eingesetzt werden.

Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt auf:

Wenn Sie Interesse an einer Blutegelbehandlung haben, freue ich mich über Kontaktaufnahme über das Kontaktformular. Bitte geben Sie hier auch die Erkrankung an, welche mit der BET behandelt werden soll.

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Quelle: Hirudotherapie – Ein Handbuch der Blutegeltherapie  von Dr. med. D. Kaehler Schweizer und Dr. rer. nat. M. Westendorff, Belisana Verlag